Würdiger Turnierabschluss der Bambinis beim SRD-VEOLIA-Cup

Würdiger Turnierabschluss der Bambinis beim SRD-VEOLIA-Cup

Beitragvon Horscht 47 am 24.03.2010, 21:28

Mit einer kämpferisch überragenden Leistung sicherten sich die Bambinis des ETC Crimmitschau beim 16. und damit letzten Turnier der Saison den 3.Platz beim SRD-VEOLIA-Cup in der sächsischen Landeshauptstadt.

Entsprechend der hochrangigen Besetzung des 2-Tage-Turniers, der langen Saison und des Erreichens der ostdeutschen Vizemeisterschaft als ungeahnter Saisonhöhepunkt vergangene Woche, schielten die mitgereisten Fans mehr auf die Platzierungs- als auf die Finalrunde. Schon gar nicht auf die pompösen Siegerpokale für die drei Besten. Bei einer Gegnerschaft von Dresden, Mannheim, Schwenningen und Letnany schien ein Platz im Hinterfeld der Gruppe reserviert zu sein.

ETC – Mannheimer ERC 6:3
Doch schon im ersten Spiel überraschten uns unsere Kinder einmal mehr. Gegen die Jungadler aus Mannheim hielt man sich bis zur Pause bereits achtbar mit einem 1:2. Das die Crimmitschauer letztendlich mit gar mit 6:3 gewannen, versetzte das rot-weiße Lager in Erstaunen, Begeisterung und gute Laune.

ETC – HC Letci Letnany 5:3
Auch das zweite Spiel gegen das Bambini-Team vom HC Letci Letnany verlief über weite Strecken auf Augenhöhe. 2:2 hieß es bis kurz vor der Halbzeitpause, ehe unsere gelbe Reihe unsere Bambinis mit einem Doppelschlag auf die Siegerstraße brachte. Dem 5:2 konnten die Tschechen nur noch ein Tor entgegensetzen, sodass die Tür in die Finalrunde bereits nach dem zweiten Turnierspiel weit offen Stand.

ETC – ESC Dresden 1:9
Die dritte Tagesaufgabe hieß dann einfach nur: achtbar schlagen, dagegen halten und lernen’ Die junge wilde Übermannschaft der Gastgeber versuchte die bisherigen Ergebnisse gegen uns zu toppen. Zwischen 13 und 15 Gegentoren wurden ungefähr erwartet. Am Ende gab es ein achtbares 1:9 gegen den ESC Dresden.

ETC – Schwenninger ERC
Nach einer langen Verschnaufpause stellte man sich dem bis dahin sieglosen Team der Schwenninger Young Wings. Von Beginn an merkte man dem kleinen Crimmitschauer Kader - wie bereits zum vierten Spiel beim GASAG-Cup – die Strapazen des langen Samstags an. Von vorne bis hinten lief nicht mehr viel zusammen. Dem schnellen Führungstor der Crimmitschauer setzten die sichtlich überraschten und erfreuten Schwenninger fünf Tore entgegen, bevor sich die Westsachsen noch einmal auf ihren Kampfgeist besannen und bis zur Pause auf 3:5 verkürzen konnten. Die nun beginnende Aufholjagd wurde durch die Schwenninger Kinder immer wieder durch Gegentore gestoppt. Die Konzentration war kaum noch vorhanden und die Beine wurden immer schwer. Am Ende freuten sich die Young Wings über ein 9:7 und der Crimmitschauer Tross zog trotz der überraschenden Finalrundenteilnahme und drei tollen Spielen sichtlich verärgert nach Hause.

ETC – ES Weißwasser 2:12
Der Finalsonntag begann mit dem Saisonklassiker gegen Weißwasser. In bisher neun engen Spielen verließen die kleinen Crimmitschauer sechs Mal das Eis als Sieger, meistens auch im ersten Spiel am Morgen. Die Frage der Fragen war also: Sind wir wach, oder nicht. Und das Spiel begann viel versprechend. Schnell stand es 2:0 für den ETC Crimmitschau. Doch warum man danach das spielen einstellte und zum kollektiven Aktivnickerchen antrat war nicht zu erklären. Die Lausitzer spielten und trafen nach belieben. Sechs Tore vor und sechs Tore nach der Halbzeitpause besiegelten das erste klare Ergebnis zwischen beiden Teams. Im Crimmitschauer Lager war man bedient. Und die Gegner wurden nicht leichter.

ETC – EHC Eisbären Juniors Berlin 4:4
Das zweite Sonntagspiel brachte das nächste Prestige-Duell. Crimmitschau gegen die Berliner Eisbären. Und da hatten die Sachsen noch eine Rechnung offen. Schnappten uns doch die Berliner im Fotofinish den ostdeutschen Meistertitel vergangene Woche vor der Nase weg. Mit einer entsprechenden Ansprache in der Kabine fand man von Beginn an motivierte und muntere Jungpiraten an. So ging man auch Mitte der ersten Halbzeit mit 1:0 in Front. Dies gelang auch noch in Unterzahl. Die Juniors ließen sich daraufhin auch nicht lange Bitten und drehten die Partie in wenigen Minuten. Doch was Berlin kann, dass können unsere Bambinis in dieser Saison auch. Und zur Pause stand es plötzlich 3:2 für Crimmitschau. In der zweiten Hälfte ging es in einer ausgeglichenen Partie weiter hin und her. Berlin hatte spielerische Vorteile, denen die Sachsen bis in die vierte Reihe eine tolle Kampfmoral entgegensetzte. Mitte der zweiten Hälfte gelang den Berlinern wieder der glückliche aber verdiente Ausgleich. Doch die verlorene Meisterschaft war noch nicht vergessen. Und dies setzte nochmals Kräfte frei, welche 3 Minuten vor dem Ende in der abermaligen Führung gipfelte. Die Zeit lief nun für Crimmitschau. Die letzte 1 ½ Minute verbrachte man in Unterzahl. Berlin nahm den Torhüter raus und warf alles nach vorn. Unsere blauen „Kampfschweine“ stemmten sich gegen den drohenden Ausgleich, den die Berliner mindestens für den Finaleinzug benötigten. Die Eltern der Westsachsen zählten schon die letzten Sekunden … 5, 4, 3, 2, 1 … Ausgleich. Sch...... In der letzten Sekunde stehen drei Berliner allein vor Goldi. Nix mit Revanche. Trotzdem verabschieden sich die ETC-Bambinis mit nur zwei knappen Niederlagen, drei Remis und einem Sensationssieg von den Eisbären Juniors. Wann gab es eigentlich den letzten Sieg gegen die Eisbären für ein Bambini-Team?

ETC – Frankfurt Young Lions 4:3
Nun stand das entscheidende Spiel um den Einzug ins kleine Finale vor der Tür. Crimmitschau, vierter mit 3 Punkten, gegen die Frankfurt Young Lions, fünfter mit zwei Punkten. Erwartet wurde eine ähnlich enge Partie wie gegen die Eisbären Berlin, was sich im Laufe des Spiels bestätigen sollte. Die ETC-Bambinis begannen couragiert und zeigten, dass sie unbedingt ins kleine Finale wollten. Schnell stand es 2:0 für Crimmitschau. Frankfurt kam nur schwer ins Spiel, was die Westsachsen ausnutzen konnten. Doch nach dem Anschlusstreffer drehten die Löwen nicht nur mächtig auf sondern auch das Spiel. Aber was den rot-weißen schon gegen Berlin gelang, sollte auch für die Frankfurter reichen. Mit Kampf, Einsatz und spielerischem Geschick gelang die Wende im Spiel. Mit 4:3 und einigen Schrecksekunden ging es in die Pause. Goldi hatte einen Puck aufs Knie bekommen. Doch er biss die Zähne zusammen und hütete das ETC Tor in der zweiten Hälfte wie im Rausch. Frankfurt rannte an, Crimmitschau verteidigte. Und Goldi stand mehr und mehr im Mittelpunkt. Gelegentliche Entlastungsangriffe brachten nur für kurze Zeit etwas Luft. Am Ende reichte es für die Sachsen, die ja auch mit einem Remis ins Hallo-Füchse-Spiel um Platz drei eingezogen wären. Doch Siegen ist schöner. Und nochmal so ein Pech wie gegen Berlin hatte man nun wahrlich nicht verdient. Am Ende reichte es zum 4:3-Sieg.

ETC – ES Weißwasser 3:1
Nun stand das Spiel um Platz drei an. Und was wäre ein Klassiker im – wenn auch kleinen – Finale, wenn da nicht noch eine Rechnung offen wäre. Weißwasser gegen Crimmitschau, die Elfte. „Große Klappen“ im Weißwasseraner Elternblock. Freche Breitseiten aus den Crimmitschauer Reihen. Und je länger das Spiel dauerte, je länger die Null stand, je ausgeglichener das Spiel verlief, um so ruhiger wurde der blau-gelbe Block. Da hatte man wohl sein Pulver schon verschossen? Crimmitschau, das konnte man sofort erkennen, spielte, nein, kämpfte sich zum dritten mal in Folge in ein Spiel gegen einen gleichwertigen Gegner. Aus einer sicher stehenden Verteidigung versuchte man vornehmlich über die Gelbe Reihe in den Fuchsbau einzudringen. Doch in Halbzeit Eins sprang nichts zählbares heraus. Die zweite Hälfte begann wie die Erste endete. Der ETC blieb geduldig und die Füchse verkrampften mehr und mehr vor dem Crimmitschauer Gehäuse. Ein ums andere mal drehten die Weißwasseraner Stürmer entnervt vor Tim Goldemann ab. Dann die Crimmitschauer Führung, die wenig später sogar noch ausgebaut werden konnte. Der Anschlusstreffer der Füchse, der nochmal Hoffnung ins Lausitzer Lager brachte, wurde nur eine Minute später mit dem 3:1 beantwortet. Ein bisschen Frech hallte es in der letzten Minute aus dem Crimmitschauer Block „So spielt man Eishockey...“ Am Ende eine verdiente Revanche für die morgendliche „Ruhestörung“.

Fazit:
An Cleverness kaum zu überbieten gewannen die Crimmitschau die wichtigen, und nur die wichtigen Spiele, um das zu erreichen, was mit diesem Team nicht für Möglich gehalten wurde.

Zum Schluss ein großes Dankeschön an die Jungen Wilden Organisatoren und Eltern für ein gelungenes Turnier.

Mehr unter http://www.etc-bambini.de
Horscht 47
 
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